Schwerpunktschule

Hallo, ich bin Lene ...

... ich bin seit 2008 die vierbeinige Kollegin im Team der Klingbachschule und fühle mich hier 'hundewohl' !!! 

Ich bin eine Irish-red-and-white-Setter-Hündin und mittlerweile 9 Jahre alt. 

Meine Besitzerin, Frau Hädicke, arbeitete seit über 18 Jahren mit ausgebildeten Therapiehunden in Altersheimen, Psychiatrie und schulischen Einrichtungen. Deshalb war sie der Meinung, dass auch ich etwas „arbeiten“ solle und da ich mich so toll mit Kindern verstehe und die vielen Voraussetzungen für einen Schulhund auch bald zeigte, bildete sie mich zum Schulhund aus und zwar nach den Richtlinien der Therapiehund- Ausbildung. 

Überhaupt muss ich bei ihr viel „arbeiten“, denn sie gibt ihr Wissen auch an andere Lehrer weiter und besucht regelmäßig Fortbildungen. Nach denen muss ich dann wieder „ran“ , um so manchen Spaß beim Ausprobieren neuer Aufgaben zu haben! 

Hier an der Klingbachschule bin ich der erste Schulhund, aber meine zweibeinigen Kollegen sind wirklich supernett, besonders die Schulleitung hat immer Leckerli in der Schublade, die ich mir selbstverständlich abhole. 

Bevor ich mit in eine Klasse darf, müssen alle Schüler bei Frau Hädicke erst mal etliches über Hunde und ihr Verhalten lernen, so dass die zukünftigen Besuche auch stressfrei für uns alle ablaufen. 

Ich darf zweimal pro Woche mit zur Schule, wo ich meinen festen Platz habe, der für Kinder tabu ist. 

Meine Arbeit besteht u.a. darin, den Kindern ihre Aufgaben in einem Körbchen zu bringen. Die beeilen sich dann besonders, fertig zu werden, weil ich dann ja wiederkomme. 

Wenn sie ihre Arbeiten erledigt haben, dürfen sie mich mit Erlaubnis auch streicheln und manchmal auch mit mir raus gehen auf den Hof, was mir natürlich besonders gut gefällt, weil da der Boden so herrlich nach Kindern und Krümel riecht ... 

Die meisten Kinder finden es total entspannend, wenn ich einfach so auf meiner Decke liege und wenn sie sehen, wie ich fast einschlafe, sind sie gaaaaaanz ruhig, um mich ja nicht zu wecken! Dabei können sie selbst ja auch am besten lernen, denn wenn es ruhig ist, kann sich ja schließlich jeder besser konzentrieren. Somit achte ich auch auf die Klassenregeln, denn wenn´s mir zu laut wird, mag ich nicht mehr wiederkommen und das finden die Kinder dann doof.

Viele finden es toll, mit mir zu rechnen, denn da ich absolut gerne Dinge trage, kann ich jedem Kind seine persönlichen Rechenaufgaben in einem Röhrchen übergeben. 

Ganz interessant wird es, wenn im Rechenbuch die Maße und Gewichte drankommen, denn dann dürfen die Schüler mich vermessen und es ist jedes Jahr interessant für mich, zu hören wie lang z.B. mein Schwanz ist oder wie hoch meine Beine sind ...

Es gibt Kinder, die mir manchmal vorlesen und dabei wieder Selbstvertrauen bekommen, denn ich höre wirklich aufmerksam zu und kritisiere nie! Und oft ist es für mich wie eine „Gute-Nacht-Geschichte“, denn dann nicke ich tatsächlich ein!

Näheres zu dieser spannenden Aufgabe kann man unter „Lese-LENE“ erfahren !

Und es gibt Kinder, die sind so ängstlich, dass sie sich im Turnen gar nix zutrauen, aber mit mir an der Leine fühlen sie sich stark und ich gebe ihnen Sicherheit, um auch wacklige Situationen zu meistern. 

Mittlerweile kann ich auch über den Schulhof laufen ohne bedrängt zu werden, was für Hunde ja bekanntlich nicht so toll ist. Alle Kinder wissen inzwischen, wie sie sich mir gegenüber verhalten müssen und mein Frauchen sagt nur noch selten „Stopp“ zu einem Kind, welches die Regeln vergessen hat. 

Nach so einem Tag bin ich dann regelrecht platt und freue mich sehr auf mein Körbchen zuhause, wo dann meine andere „Hundefreundin“  ELLIE  auf mich wartet. 

Vielleicht sehen wir uns ja mal in meiner tollen Schule. 

Eure LENE

Weiterführende Informationen

Wer mehr über Lenes Arbeit erfahren will, findet unter folgenden Links weitere Informationen:

Öffnet externen Link in neuem FensterArbeitskreis Schulhund Rheinland Pfalz 

Öffnet externen Link in neuem FensterSchulhundweb: Freiwillige Selbstverpflichtung 

Herzlich Willkommen bei „LESE-LENE"

Schüler mit Leseschwächen haben die Möglichkeit, jede Woche unserer Schulhündin „LENE “ zu einem festgesetzten Termin vorzulesen und mit ihr zu arbeiten.

Der Hund wird u. a. als Zuhörer eingesetzt, der nicht wertet, der Ängste und Hemmungen vergessen lässt und durch das Streicheln oder die körperliche Nähe Spannungen abbaut.

Lene bringt aber auch  individuelle Aufgaben im Lesekoffer, die sich an den Fähigkeiten der Kinder orientieren.

Da die Arbeit mit dem Hund einen hohen Aufforderungscharakter hat, leisten die Kinder in diesen Stunden sehr viel und sind mit großem Spaß dabei. Denn wenn sie eine Aufgabe gelöst haben, dürfen sie LENE ein erneutes „Bring“-Kommando geben.

Die Lesezeiten und die Fortschritte der Lesefähigkeit werden dokumentiert und sind somit auch nachzuverfolgen. 

Es ist mehrfach dokumentiert worden, dass Kinder im Beisein des Hundes Ängste abbauen und somit stressfreier lesen können, weil sie dabei ihre Umgebung ausblenden.

Auch über die Arbeit mit LENE an unsrer Schule wurde mehrfach geforscht und geschrieben,  u.a. an der Uni Landau.

 

Das Lesetraining wird  mit dem „Kieler Leseaufbau“ und Handzeichen von „Lese-Butz“ aufgebaut, so dass jedes Kind visuelle Hilfen an die Hand bekommt, um sich so die Anlaute besser zu merken.

Als erstes wird am phonologischen Bewusstsein, dem Erhören von Lauten gearbeitet, - ohne genaues Hinhören kann Lesenlernen nicht funktionieren.

Danach werden die Handzeichen, ähnlich von Lautgebärden, zu jedem neuen Anlaut eingeführt und auch bei den neuen Wörtern benutzt.

Erst dann geht es an die Lautsynthese, dem sogenannten Zusammenziehen von Silben. Mit  den Mini-Wörtern wird auch gespielt, um Sicherheit beim Erkennen zu gewährleisten.

Hier kommt immer wieder auch LENE zum Einsatz, die als Co-Lehrer neue Silben bringt oder auch mal zur Auflockerung eine kurze Spielsequenz mit den Kindern einfügt.

Die Kinder kommen sehr gerne zu Lese-LENE und empfinden es als Privileg mit dem Hund lesen zu dürfen. Somit ist eine hohe Motivation gewährleistet, mit der Lernen leichter fällt.

Die Erfahrungen der letzten sechs Jahre und strahlende Kinderaugen beim Training ermuntern stets diese Stunden zu wiederholen!

 

Liebe Grüße
Schul- und Lesehund „Lene“ und K. Hädicke

 

Letzte Änderung: 9. März 2015

 

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