Schwerpunktschule

Filou - ein klasse Klassenhund

Seit August 2019 erweitert Filou, ein knapp zweijähriger Briard-Rüde, das Schulhunde-Team der Klingbachschule. Nach erfolgreicher Ausbildung und abgelegter Prüfung zum Therapiebegleithund (Tiergestützte Therapie) im Juli 2019 darf er sein Frauchen und Lehrerin Angelika Schäfer als Klassenhund in der 2a unterstützen. Um eine qualitativ gute Arbeit im Bereich der Hundegestützten Pädagogik zu gewährleisten, hat sich Frau Schäfer neben der umfangreichen Ausbildung der Selbstverpflichtung des Arbeitskreises Schulhund RLP (Pädagogisches Landesinstitut) angeschlossen und setzt Filou nach deren Richtlinien im Unterricht ein.

Während der Ausbildungszeit lernte Filou u.a. nach und nach das Schulgebäude, das Klassenzimmer und die damaligen Erstklässer kennen. Die Kinder wurden schrittweise an den Umgang mit dem Vierbeiner herangeführt und erwarben Sachwissen über Hunde und ihr Verhalten. Schnell war allen klar, dass es Schulhund- und Schulkindregeln gibt, die für ein entspanntes Miteinander unabdingbar sind. Im Umgang mit dem Hund müssen sich die Schüler an Regeln halten, sich in Geduld und Rücksichtnahme üben und können das erlernte positive Sozialverhalten dann auf den Umgang mit ihren Mitschülern übertragen.

Inzwischen verbringt Filou regelmäßig einmal in der Woche zwei Schulstunden in der 2a. Bei gutem Wetter übernimmt er an diesem Tag mit Frau Schäfer auch einmal die Frühaufsicht im Pausenhof. Zwei Kinder richten anschließend im Klassenraum die Hundedecke und füllen den Wassernapf für „ihren“ Hund. Sie führen Filou zu seinem Platz und lösen die Leine vom Halsband. Laut schlabbernd trinkt der zottelige Vierbeiner und die Hundedienst-Kinder trocknen ihm danach mit einem Tuch den Bart ab. Sie übernehmen altersgerechte, verantwortungsvolle Aufgaben und stärken dadurch ihr Selbstwertgefühl.
Im Morgenkreis holt sich Filou seine ersten Streicheleinheiten. Wenn der große Hund im Kissenkreis entspannt auf der Seite liegt, beginnt der Schultag in der 2a mit Ruhe und Gelassenheit.
Die Arbeitszeit verbringt er dösend auf seiner Decke oder auch einmal direkt neben einem Schüler liegend. Das gibt Sicherheit und emotionale Stabilität.
Ein hohes Maß an Selbstwirksamkeit erfahren die Zweitklässer in dem sie Filou Kommandos geben wie „Sitz“ oder „Platz“, die von dem Tier sofort ausgeführt werden.
Spiele mit dem Hund sind für alle ein Spaß. Neben Lernspielen mit kognitiven Inhalten steht aber auch immer wieder die Freude am Tier und am Umgang mit ihm im Vordergrund. Das bietet Gesprächsanlässe und regt die Kinder an, sich untereinander auszutauschen. Auch sonst zurückhaltende Kinder werden in diese Sprachförderung eingebunden.

Der Klassenhund fördert den Gemeinschaftssinn und das Wir-Gefühl der Schüler. Stolz stellen sie Kindern oder Eltern aus anderen Klassen den langhaarigen Vierbeiner vor mit den Worten: „Das ist Filou, unser Hund.“

A. Schäfer, Klassenleiterin 2a

 

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