Schwerpunktschule

Schwerpunktschule - Das Konzept der Klingbachschule

 

Unsere Grundsätze

Schwerpunktschulen sind allgemeinbildende Schulen (Grundschulen und weiterführende Schulen), an denen Schülerinnen und Schüler ohne und mit Beeinträchtigungen im inklusiven Unterricht gefördert werden. Hierzu erhalten diese Schulen zusätzliche Lehrkräfte, nämlich Förderschullehrkräfte und pädagogische Fachkräfte. Diese stimmen gemeinsam mit den Regelschullehrkräften die Lernanforderungen und Lernziele auf die Fähigkeiten der einzelnen Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf ab. Man spricht dann vom zieldifferenten inklusiven Unterricht. Die Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit, im eigenen Lerntempo Lerninhalte zu bewältigen und individuelle Lernziele anzustreben. Der Unterricht zielt darauf, durch sonderpädagogische und individuelle Hilfen eine den persönlichen Möglichkeiten entsprechende schulische Bildung zu verwirklichen.

Wenn bei einem Kind sonderpädagogischer Förderbedarf festgestellt wird, entscheiden die Eltern, ob ihr Kind am zieldifferenten inklusiven Unterricht in einer Schwerpunktschule teilnimmt oder eine Förderschule besucht. Beiden Lernorten ist gemein, dass die individuelle Lernausgangslage jeder Schülerin und jedes Schülers berücksichtigt wird. Die Schulbehörde legt nach der Entscheidung der Eltern die konkrete Schule fest. (vgl. Bildungsserver Rheinland-Pfalz: Inklusion)

Die Klingbachschule ist seit dem Schuljahr 2007/2008 Schwerpunktschule. Grundsätzlich steht jedem Kind unserer Schule gemäß dem Grundgedanken der Inklusion ‚Schule für alle - Bildung für alle‘ das Lernen nach bestmöglichen Bedingungen zu. Deshalb hat jede Schülerin und jeder Schüler ein Anrecht darauf, innerhalb seiner Möglichkeiten gefördert zu werden. Umgesetzt wird die Förderung in verschiedenen Formen der Zusammenarbeit zwischen Klassenlehrkräften, Fachlehrkräften, Förderschullehrkräften und Pädagogischen Fachkräften, aber auch in Kooperation mit außerschulischen Institutionen.

So setzen wir die Förderung um

Förderpläne:

Ein Förderplan wird nicht nur für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf ausgearbeitet, sondern auch für Schüler mit Teilleistungsschwächen, Entwicklungsbedarf im Sozialverhalten oder für Kinder mit Forderbedarf. Ein Förderplan umfasst den Ist-Zustand, die sich hieraus ergebenden Lernziele sowie die geplante methodische Umsetzung. Es können ganze Fächer oder Teilbereiche berücksichtigt werden. Ebenso wird ein Zeitraum für die Evaluation festgelegt. Die Eltern sind im Rahmen eines Förderplangespräches zeitnah über dessen Einführung und die Inhalte zu informieren. 

Förderung im Rahmen des Klassenunterrichts:

Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf nehmen hauptsächlich am Klassenunterricht teil. Sie werden in einzelnen Stunden genauso von Förderschullehrkräften und pädagogischen Fachkräften innerhalb der Klassengemeinschaft gefördert wie alle anderen Kinder.

Lernclubs:

In den Lernclubs arbeiten neben den Kindern mit Fördergutachten auch Schüler mit Teilleistungsschwächen innerhalb einer Kleingruppe unter Anleitung einer Förderschullehrkraft in einem Differenzierungsraum an ihren individuellen Lerninhalten. Für diese Organisationsform werden auf Klassenstufenebene bestimmte Unterrichtsstunden in Deutsch und Mathematik verwendet. Dort erhalten die Schülerinnen und Schüler zudem, angepasst an ihren individuellen Lernstand, regelmäßig weiterführende Übungen aus den Bereichen Deutsch oder Mathematik für die Weiterarbeit im Klassenverband. Je nach Klassenstufe und aktuellem Unterrichtsthema haben die Lernclubs eine unterschiedliche Gewichtung, z.B. als Leseclub, Rechtschreibclub oder Matheclub (u.a. nach dem Würfelhauskonzept). Grundsätzlich ist das Angebot von Lernclubs abhängig von der Gesamtversorgung mit Förderlehrerstunden und dem individuellen Bedarf des Kindes.

Weitere Förder- und Forderangebote im inklusiven Schulalltag:

Über die unterrichtlichen Angebote hinaus erfolgt die Förderung in den verschiedensten Bereichen des Schulalltags, z.B. beim Projekt ‚Schulhund‘, in der Leseinsel, bei den Pausenengeln oder im Musischen Band, bei dem sich Schülerinnen und Schüler aus den dritten und vierten Klassen in Neigungsgruppen wählen können.

Elternarbeit:

Für uns ist eine Erziehungspartnerschaft mit den Eltern unserer Schülerinnen und Schüler von Anfang an wichtig. Bereits im Herbst vor der Einschulung findet ein Elternabend zum Thema ‚Fit für die Schule‘ statt und im darauffolgenden Frühjahr ein Elternabend mit den wichtigsten Informationen zur Anfangsphase des ersten Schuljahres. Wir sind davon überzeugt, dass nur eine enge Verzahnung von häuslicher und schulischer Erziehungs- und Bildungsarbeit zu optimalen Entwicklungsmöglichkeiten führt. Darüber hinaus finden während der gesamten Grundschulzeit regelmäßig zu den Schulhalbjahren sowie zusätzlich bei Bedarf Beratungsgespräche zum Lern-, Arbeits- und Sozialverhalten der Kinder statt. 

Dieses Konzept wurde von der Steuergruppe SPS (Frau Gein, Herr Seutter, Frau Staufer, Herr Münzer, Frau Flöscher-Schloß, Frau Schäfer, Frau Wagner) erarbeitet und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Für Anregungen sind wir auch in Zukunft offen.

 

Grundschule
Klingbachschule

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